Weltenklänge · Shunyata Shabda

Wissen

Angewandte Produktions- und Wirktechniken

Zu allen Texten im Wissensbereich: Hier schreibe ich aus meiner eigenen Arbeit und Sicht.

Die Essenzen meiner Klangreisen sind die Verfahren, mit denen ich arbeite. Mit Mindmusic verschmelze ich das Wissen spiritueller Heilfrequenzen, kosmischer Rhythmen, meditativer Gesänge, räumlicher Klanglandschaften und psychoakustischer Produktionstechniken mit intuitiver und jahrelanger Kompositionserfahrung.

Was davon in einem einzelnen Stück steckt, steht jeweils auf seiner Seite unter „Wirkmittel“. Hier steht, was die einzelnen Verfahren überhaupt sind.

Klang im Raum

Aufnahmen an besonderen Orten

Einige Mönchsgesänge stammen nach meiner Aufnahmedokumentation aus einem Tempel in Dharamshala in Indien. Dharamshala ist die Stadt; im höher gelegenen McLeod Ganj befinden sich die Residenz des Dalai Lama und das Haupttempelgelände Tsuglagkhang. Andere Klänge wurden während spiritueller Ereignisse, Gebete oder Meditationen aufgenommen. Ich gehe davon aus, dass beim Hören auch die Absicht während der Aufnahme spürbar werden kann. Beweisen kann ich das nicht.

8D-Kopfhörer-Surround

Alle Stücke sind für eine räumliche Wiedergabe über Kopfhörer produziert. „8D“ ist dabei kein technischer Standard mit acht Dimensionen, sondern eine verbreitete Bezeichnung für bewegte oder räumlich platzierte Stereoklänge. Handelsübliche Kopfhörer genügen. Manche Hörer berichten, dass ihnen der Raumklang beim Eintauchen und Entspannen hilft; daraus folgt keine Garantie für einen bestimmten Bewusstseinszustand.

Aufnahmen an Originalschauplätzen

Ein Teil der Klänge sind Aufnahmen von Originalschauplätzen. Bei Sounds of India und Floating Waters tragen sie das ganze Stück. In anderen liegen sie leise im Hintergrund und können außerhalb des aktuellen Aufmerksamkeitsfokus bleiben. Nach meiner Erfahrung unterstützen sie das innere Loslassen.

Frequenzen, die einen Takt vorgeben

Monaurale Töne

Treffen zwei Sinustöne mit leicht unterschiedlichen Frequenzen auf dasselbe Ohr, überlagern sie sich physisch. Ihre Lautstärke steigt und fällt im Takt der Frequenzdifferenz. Diese Pulsrate lässt sich in der Produktion als Modulationsfrequenz verwenden. Ob sie dadurch einen bestimmten mentalen Zustand auslöst, ist eine eigene wissenschaftliche Frage.

Auf gleichmäßige rhythmische Reize kann das Gehirn mit messbaren zeitlichen Antworten reagieren. Je nachdem, ob du wach bist, döst oder schläfst, unterscheiden sich EEG-Muster statistisch; kein einzelnes Frequenzband schaltet jedoch zuverlässig einen bestimmten Bewusstseinszustand ein.

Brainwave Entrainment nennt man die Annahme beziehungsweise den Vorgang, dass eine periodische Stimulation neuronale Aktivität an ihren Takt bindet. Eine messbare auditorische Steady-State Response zeigt zunächst, dass Teile des Hörsystems zeitlich auf einen Reiz antworten. Sie beweist für sich noch keinen veränderten Bewusstseinszustand.

Binaurale Töne

Beide Ohren erhalten möglichst getrennt je einen Ton mit leicht unterschiedlicher Frequenz. Der binaurale Beat entsteht erst in der Hörverarbeitung; für eine kontrollierte Trennung der Ohrsignale werden gewöhnlich Kopfhörer verwendet. Einzelne Studien fanden dabei eine erhöhte Kohärenz zwischen bestimmten Hörrinden, andere Befunde sprechen gegen verlässliches Entrainment. Eine Synchronisation des ganzen Gehirns oder sichere Beruhigung folgt daraus nicht. Ausführlich steht das unter Wenn beide Gehirnhälften in denselben Takt kommen.

Isochrone Töne

Bei isochronen Pulsen wird die Lautstärke eines Trägertons in regelmäßigen Abständen stark an- und abgeschaltet. Der Puls ist bereits physisch im Signal enthalten und lässt sich über Kopfhörer oder Lautsprecher wiedergeben. Ob eine bestimmte Pulsrate einen gewünschten Zustand hervorruft, ist damit nicht belegt.

Die Bänder

Delta-Aktivität tritt häufig im Tiefschlaf auf, Theta unter anderem beim Dösen, Alpha oft bei entspannter Wachheit und Beta bei aktiver Aufmerksamkeit. Die Grenzen variieren und mehrere Bänder kommen gleichzeitig vor. In der Produktion richte ich Pulse auf bestimmte Bereiche aus; ob dadurch ein gewünschter Zustand entsteht, ist nicht garantiert.

Stimmungen und Tonhöhen

432-Hz-Stimmung

Bei vielen Stücken sind alle Instrumente auf 432 Hz gestimmt statt auf die heute übliche Norm.

Solfeggio-Frequenzen

Eine moderne Reihe von Tonhöhen, denen in dieser spirituellen Lehre Bedeutungen zugeordnet werden. 528 Hz kommt in Healing Joy vor; 852 Hz wird bei A New Dawn mit innerer Stärke und spiritueller Anbindung verbunden. Diese Bedeutungen sind keine nachgewiesenen Wirkungen der Tonhöhen.

Planetentöne

Umlaufzeiten von Himmelskörpern werden rechnerisch so oft verdoppelt, bis Werte im hörbaren Bereich entstehen. A New Dawn nutzt einen Sonnenwert dieser Kosmischen Oktave, Typhon einen aus dem Saturnumlauf errechneten Wert. Das sind keine gemessenen Eigenfrequenzen der Himmelskörper.

Schumann-Resonanz

Die unterste elektromagnetische Resonanzmode des Hohlraums zwischen leitfähiger Erdoberfläche und Ionosphäre liegt typischerweise nahe 7,8 Hz. In Floating Waters wird diese Zahl als kompositorischer Bezug verwendet; die natürliche Schumann-Resonanz ist kein hörbarer Ton.

Woher diese Systeme kommen, was daran belegt ist und was nicht, steht ausführlich in Frequenzsysteme in der Klangarbeit. Ich halte das dort bewusst auseinander.

Wie ein Stück gebaut ist

Jedes Stück hat einen geplanten Verlauf. Es beginnt so, dass du ihm im wachen Tagesbewusstsein gut folgen kannst. In der Produktion ist der Anfang stärker an entspannter Wachheit und aktiver Aufmerksamkeit ausgerichtet; Tagesbewusstsein ist aber nicht mit einem einzelnen EEG-Band gleichzusetzen.

Im Verlauf werden die Klänge meist ruhiger, die Abstände größer und der musikalische Puls langsamer. Das soll ein allmähliches Zur-Ruhe-Kommen begleiten. Bei vielen Stücken verschiebe ich die eingebauten Pulsraten in Zahlenbereiche, die als Alpha oder Theta bezeichnet werden; bei Musik für Energie und Konzentration plane ich den Verlauf anders. Das beschreibt die Produktion des Reizes, nicht ein gemessenes EEG der Hörer.

Auf diesem Weg möchte ich eine ruhige und innerlich verbundene Hörerfahrung fördern. Ob sich bei meinen Stücken tatsächlich die Kohärenz zwischen den Gehirnhälften verändert, wurde nicht gemessen. Die bisherige Forschung zu binauralen Beats belegt keine Synchronisation des gesamten Gehirns. Mehr dazu steht unter Wenn beide Gehirnhälften in denselben Takt kommen.

Ich baue den Verlauf unter der Annahme, dass feine Rhythmen und Klänge in einem ruhigeren, aufmerksamen Zustand leichter wahrgenommen werden. Dass diese Elemente ausschließlich dann oder gerade dann am stärksten wirken, ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

In diesem Zustand wird noch etwas anderes möglich, das mit Produktionstechnik nichts mehr zu tun hat: die Verbindung mit dem Feld des Stückes. Darum geht es unter Das Feld einer Klangreise.

Wie ich komponiere

Zuerst verlasse ich mich auf mein Bauchgefühl und schreibe Klänge, Harmonien und Strukturen, die ich für die gewünschte Wirkung für richtig halte. Danach passe ich den Verlauf an. Es geht nicht nur darum, welche Klänge zum richtigen Zeitpunkt kommen, sondern darum, den Song so zu schreiben, dass die Musik als Führung dient.

Die Musik soll nur an gezielten Stellen im Vordergrund stehen, sonst als Untermalung für deine eigene innere Reise dienen. Verlauf, Lautstärken und Produktionstechniken holen dich an einem Punkt ab, nehmen dich mit, und am Ende entlässt dich das Stück sanft wieder in die Realität.

Nicht-lineare Songstruktur

Viele Stücke verzichten auf auffällige Schleifen und wiederholte musikalische Rhythmen. Das ist eine kompositorische Entscheidung: Der Verlauf soll aufmerksam machen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Zusätzliche starke Rhythmen können die tatsächlich im Signal vorhandene Modulation verändern oder verdecken. Es ist aber nicht belegt, dass Entrainment-Pulse grundsätzlich allein wirken müssen oder dass jeder überlagerte Rhythmus ihre mentale Wirkung aufhebt.

Alle Stücke bestehen aus eigenen Arrangements und Kompositionsstrukturen. Die Länge von 15 bis 60 Minuten gibt mir Raum für einen langsamen musikalischen Verlauf. Wie schnell sich Entspannung, Müdigkeit oder Konzentration verändern, ist individuell. Es ist nicht belegt, dass kürzere Stücke grundsätzlich keinen solchen Zustand begleiten können.

Drei Bauweisen, die immer wiederkehren

Progressiver Aufbau: Ein Stück wird über seine Länge immer leiser und ruhiger; Sleep Waves ist so gebaut. Reduziertes Arrangement: Wenige Klänge bilden einen homogenen Klangteppich ohne dominante Einzeltöne. Das kann den musikalischen Vordergrund zurücknehmen; Samadhi arbeitet so. Abstimmung der Parameter: Klangfarben, Tempi und Effekte werden aufeinander abgestimmt, damit ein stimmiger Gesamteindruck entsteht. Ein hoher psychischer Wirkungsgrad folgt daraus nicht automatisch.

Psychoakustische Produktionstechniken

Damit meine ich Verfahren, die mit räumlicher Wahrnehmung, Lautstärke, Maskierung und zeitlicher Klanggestaltung arbeiten. Ich setze sie mit dem Ziel ein, den Gedankenstrom nicht zusätzlich anzuregen. Ob sie ihn tatsächlich beruhigen, ohne bewusst als eigener Klang aufzufallen, wurde bei meinen Stücken nicht gemessen.

Bio-Kompositionstechniken

„Bio-Komposition“ ist hier meine eigene Bezeichnung für Kompositionsentscheidungen, die sich an beschriebenen Rhythmen des Körpers und der Natur orientieren. Sie ist kein etablierter wissenschaftlicher Fachbegriff und ersetzt keinen Wirkungsnachweis.

Woraus die Klänge kommen

Überlieferte Klänge

Klänge und Gesänge gehören in vielen Kulturen und Religionen zu Ritual, Gebet und gemeinschaftlicher Praxis. Eine sogenannte Medizin- oder Schamanentrommel, indische Mantras, gregorianische Gesänge und heute in Meditation verwendete Klangschalen stammen aus unterschiedlichen Zusammenhängen und dürfen nicht zu einer einheitlichen Heilmethode vermischt werden. Ich greife einzelne Klänge musikalisch auf; ihre spirituelle Bedeutung und eine medizinische Wirkung sind getrennte Fragen.

Klangschale, Zimbeln, Handglocke, Gebetsmühle und eine Gebetskette (Mala) auf verwittertem Holz, von oben gesehen.

Naturtöne und weitere Instrumente

Naturtoninstrumente wie Naturhorn oder Alphorn erzeugen verschiedene Töne aus derselben festen Luftsäule, ohne deren Länge durch Ventile oder Grifflöcher zu verändern. Die Tonhöhen folgen näherungsweise der Naturtonreihe und können durchaus Melodien bilden. Trommeln gehören zur Perkussion, Flöten verändern ihre Rohrlänge meist über Grifflöcher, und das Didgeridoo hat eine eigene Aboriginal-Kultur- und Spieltradition. Diese Instrumente sind daher nicht pauschal dieselbe Kategorie.

Tier- und Naturgeräusche

Das Rauschen der Wellen, das Zirpen der Grillen und Wind können eine Klanglandschaft bilden. Ein Fötus nimmt im Mutterleib ab der entwickelten Hörfähigkeit unter anderem mütterliche Körpergeräusche, Stimme und gedämpfte Außengeräusche wahr. Daraus folgt nicht, dass Naturgeräusche jeden Menschen später automatisch beruhigen. Ich verwende sie, weil viele Hörer sie als vertraut oder entspannend erleben und weil sie musikalisch zum jeweiligen Ort passen.

Bearbeitung

Naturgeräusche lassen sich in der Tonhöhe verschieben oder zeitlich dehnen. Dadurch verändern sich Klangfarbe, Dauer und Rhythmus; eine bestimmte psychische Wirkung folgt daraus nicht automatisch. Teilweise mische ich sie so leise in die Komposition, dass sie außerhalb des aktuellen Aufmerksamkeitsfokus bleiben können.

Wie die Wirkfrequenzen in die Musik kommen

Ein binaurales Signal kann technisch aus zwei Sinustönen bestehen, ein isochrones aus einem deutlich gepulsten Ton. Solche nackten Signale können monoton oder für manche Menschen unangenehm klingen. Ich mische sie deshalb aus ästhetischen Gründen in musikalische Klänge ein; technisch zwingend ist diese Mischung nicht.

Ich lege solche Pulse deshalb meistens nicht als auffällige Extraspur darunter. Stattdessen integriere ich sie über Synthesizer-Programmierung, Tempi, Effektgeräte, Phasenverschiebungen und das Triggern einzelner Spuren in die Komposition. Eine Phasenverschiebung ist zunächst ein hörbarer oder unhörbarer Produktionsparameter; sie belegt für sich keine körperliche oder mentale Wirkung.

Starke zusätzliche Rhythmen können sich mit dem vorgesehenen Puls überlagern und das resultierende Modulationsmuster verändern. Ich vermeide sie deshalb, wenn der geplante Puls deutlich bleiben soll. Ob eine gewünschte mentale Wirkung dadurch tatsächlich ausbleibt, lässt sich ohne Messung nicht behaupten.

Was ich nicht messen kann

Informationsfelder

Neben dem morphischen Feld arbeite ich mit dem, was ich Informationsfelder nenne. Damit meine ich die Informationen und Qualitäten, die ich während des Komponierens und in einer abschließenden Meditation mit einem Stück verbinde. Das ist Erfahrungswissen aus meiner Arbeit als Heiler, kein physikalischer Befund, und ich stelle es hier auch nicht als einen dar.

Ein Teil meiner Arbeit lässt sich nicht mit einem Messgerät prüfen. Ich schreibe ihn trotzdem hin, weil er zur Wahrheit über diese Stücke gehört.

Über Intuition und über das, was ich als mediale Kommunikation erlebe, erhalte ich Inspirationen für Frequenzen und Parameter eines Songs. Teilweise nutze ich dafür auch den Bio-Tensor. Melodie, einzelne Töne, Tempo und Frequenzen stimme ich auf die Schwingung und Absicht ab, mit der das Stück entsteht. Das beschreibt meine persönliche Arbeitsweise und ist keine objektive Messung einer späteren Wirkung.

Am Ende verbinde ich die gesamte Musik in einer Meditation mithilfe meiner geistigen Helfer mit Symbolen, Zahlen sowie Informationen aus Karten und Kristallen. Bei Avalon gehören dazu Kristall-Informationen und eine energetische Aufladung über das von mir angenommene morphische Feld.

Ausführlich steht diese Arbeitsweise unter Komponieren mit der geistigen Welt.

Wie ich das einordne

Das ist Erfahrungswissen aus meiner Arbeit, kein Messergebnis. Es hat einen anderen Status als eine Messreihe, und es soll auch nicht so tun, als hätte es denselben. Wer damit nichts anfangen kann, verliert nichts: Die Stücke funktionieren als Musik auch dann.

Warum du davon möglichst wenig hören sollst

Im Vergleich zu Produktionen mit Wirkfrequenzen anderer Künstler stehen bei mir die Komposition und das ästhetische Empfinden im Vordergrund. Wo es möglich ist, integriere ich alle diese Techniken so weit in die Komposition, dass sie dir nicht bewusst auffallen oder störend wirken.

Eine Technik, die sich in den Vordergrund drängt, zieht deine Aufmerksamkeit auf sich. Genau die brauchst du aber woanders.

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