Wissen
So entsteht der räumliche Effekt
Zu allen Texten im Wissensbereich: Hier schreibe ich aus meiner eigenen Arbeit und Sicht.
Alle meine Klangreisen sind im Kopfhörer-Surround-Sound produziert. Wenn du sie aufsetzt, kommen die Klänge nicht aus zwei Punkten links und rechts, sondern von oben, von hinten, aus der Ferne, dicht am Ohr.
Warum das Kopfhörer braucht
Dein Gehör ortet eine Schallquelle über winzige Unterschiede zwischen beiden Ohren: Zeit, Lautstärke, Klangfarbe. Ein Kopfhörer liefert jedem Ohr genau ein Signal, ohne dass sich beide im Raum vermischen. Genau das braucht dieses Verfahren.
Über Lautsprecher fällt der Effekt in sich zusammen, weil beide Ohren beide Boxen hören. Deshalb steht bei den meisten Stücken der Hinweis auf Kopfhörer.
Du brauchst dafür kein Spezialgerät. Handelsübliche Kopfhörer genügen. Ein guter Kopfhörer macht es schöner, ein teurer macht es nicht anders.
Was daraus entsteht
Klänge sind dabei nicht nur links und rechts ortbar, sondern auch hinten, oben und unten, und einige sind so abgemischt, dass sie sich scheinbar frei im Raum um dich herum bewegen.
Wie stark du den Effekt wahrnimmst, hängt neben deinem eigenen Empfinden von der Qualität des Kopfhörers ab. Über Lautsprecher bleibt davon nur ein gewöhnliches Stereobild.
Räumliche Klänge können ein Gefühl von Weite und Klarheit anregen. Mehrere Hörer berichten, dass sie den Effekt deutlicher wahrnehmen, wenn sie bereits entspannt sind; daraus folgt keine garantierte oder unbewusste Wirkung.
Der räumliche Klang kann der Aufmerksamkeit einen hörbaren Bezugspunkt geben. Ob du dadurch leichter entspannst oder einen anderen Bewusstseinszustand erlebst, ist individuell und wurde für diese Stücke nicht systematisch gemessen.
Reine Naturaufnahme
Bei einigen Stücken habe ich gar keine Instrumente verwendet. Floating Waters besteht ausschließlich aus Naturgeräuschen, aufgenommen entlang eines Bergflusses im Himalaya, und Sounds of India führt dich durch Marktplätze, an Bergflüsse und in einen Tempel.
Weil diese Aufnahmen im selben räumlichen Verfahren entstanden sind, kann beim Hören der Eindruck entstehen, mitten im Geschehen zu sein.
Eine Übung dazu
Wenn du den Raum wirklich hören willst, achte während des Hörens darauf, wo die Klänge um dich herum erscheinen. Oben, hinten, rechts, links. Ohne zu überlegen, einfach orten.
Mit Übung kannst du lernen, solche Raumhinweise bewusster wahrzunehmen. Wie deutlich das gelingt, hängt unter anderem von Aufnahme, Kopfhörer, Hörvermögen und Person ab. Eine ähnliche offene Aufmerksamkeit kann auch in Meditationen genutzt werden.